Spaziergang mit Habca

Wie ich letztens berichtet habe, war die knuffige Habca bei uns im schönen Rheinhessen. Wir haben natürlich nicht nur im Garten gespielt, nein ich habe ihr auch ausgiebig meine Lieblingsfelder und Weinberge gezeigt.

Gleich, nachdem sie angekommen war, sind wir losmarschiert. Wir sind sehr schnell miteinander warm geworden, wobei Habca sich standesgemäß wie ein Tibet Terrier hoheitlich reserviert und ich mich dixie-like kindisch und verspielt zeigte. (Herrchen sagt: der Terminus heißt „wieder mal unmöglich und respektlos“)

Tibet Terrier haben übrigens auch die Fähigkeit, Vorne und Hinten zu vertauschen. Ohne Beschriftung ist nicht immer klar, wo das gefährliche Ende ist.

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Die erste Wiese war ein willkommener Anlaß, um Schaf zu spielen. Das Gras hat uns beiden hervorragend geschmeckt.

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wie man leicht sieht, haben wir uns beim Grasen auch Zeit gelassen.

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Nach dem kurzen Snack hab ich die Wiese zum sausen benutzt.

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und Habca ließ sich dann doch erweichen, und ist ein bisschen mitgerannt. Hier seht ihr die Stelle, an der ich immer meine Menschen naß mache, indem ich genau dann durch die Pfütze rase, wenn meine Menschen im Schlamm stehen.

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Hab ich heute aber nicht gemacht, Habca anzuspielen war viel interessanter.

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Und was für Briards gilt, gilt für Tibet Terrier allemal: draußen schmeckt das Wasser am besten.

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Habca hat immer noch Durst, und ich bin schon wieder komplett eingesaut. Das Feuchtbiotop hier hat irgendwie immer eine Stinkebrühe, in der sich der Bauch prima kühlen läßt.

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Und weil ich Habca schon lange (ca. 20 Sekunden) nicht mehr angespielt hatte, starte ich meinen nächsten Versuch. Das hat die Kleine fast umgehauen. Aber so bin ich halt.

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Letztendlich doch wieder mit Erfolg, oder kassier ich grad wieder eine Kelle für meine Frechheiten…

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Nach ein paar Kilometer (für die Nacktnasen) und ein paar 10 Kilometer (für mich) scheint es, ich sei schon recht fertig.

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Ist aber nicht so 🙂 ist nur die Höhenluft. Habca hat mir erklärt, daß sie vom Dach der Welt stammt, eigentlich gar kein Terrier ist sondern gerne die Bezeichnung „Tibet Apso“, also „Wuschelige aus Tibet“ hört (ok, sehr frei übersetzt 🙂 ) und die Engländer schuld sind, daß ihre Artgenossen als Begleitund statt Hütehund eingestuft werden. Auch hat sie mir dringend etwas Höhentraining verschrieben.

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Kaum wieder auf freiem Feld musste ich natürlich wieder losrasen und Strecke machen. Einmal bin ich recht weit weg, Richtung Straße. Sowas bringt meine Menschen schon mal auf die Palme. Zum Glück hat Habca für Ruhe gesorgt.

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Zurück, wieder am Feuchtbiotop angekommen, haben wir dann nochmal nachgetankt.

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Und – ihr erratet es schon – es wurde wieder angespielt.

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Und nochmal angespielt.

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Und nochmal nachgetankt. Dies hier ist meine Lieblingsstelle zum Bauchkühlen, die kenn ich seit ich Welpe war.

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Leider hat es hier nicht mehr Wasser.

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Danach überschlugen sich allerdings die Ereignisse, so daß keine Photos gemacht wurden. Auf dem weiteren Rückweg ist eine schmale Brücke, die ich eigentlich gut kenne. Aufgedreht wie ich war, blieb ich just auf dieser stehen und hab mich auf Habca konzentriert, die nachkam. Klar, ich hab den Halt verloren und bin rücklings runtergefallen.

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Nicht wirklich tief, aber mehr als ne Briardlänge in das steinige Bett des Baches. Herrchen ist geschockt fast hinterhergefallen. Zum Glück ist nichts passiert. Ich hab nur kurz dumm geguckt und mich aufgerappelt, die Böschung rausgeklettert und mich geschüttelt.

Wir sind dann sicherheitshalber noch zwei mal über die Brücke gegangen, nicht daß ich da was mit verknüpfe. War aber kein Thema.

Danach sind wir nach Hause, im Garten spielen. Das habt ihr ja schon gelesen.

Aber nicht, daß das genug wäre. Ein zweiter Spaziergang war später angesagt, allerdings nicht so lange. Dennoch haben sich meine Menschen verquatscht und dann fast verlaufen 🙂 Sowas versteh ich ja gar nicht, man muß doch nur der Nase nach!

In jedem Fall war dieser Spaziergang wieder sehr beschwerlich – besonders das Gewicht an den Schuhen hat stetig zugenommen. Der geheimnisvolle F. mußte am eigenen Leib erfahren, daß ein Spaziergang mit meinen Menschen die Kleidung ruiniert.

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Am Ende war Habca ziemlich geschafft.

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Aber nicht nur sie. Ich hab meinen Schönheitsschlaf am Mittag verpasst und war aufgedreht wie ein Kindergarten. Erst als Herrchen mir erklärt hat, daß nun gut sei, hab ich aufgehört, Habca anzuspielen.
Nachdem ich von diesem Trip heruntergekommen war, habe ich durchgeschlafen, den nächsten Tag kaum gefressen und war bis zum Montag ziemlich fertig.

Weitere Details und wie ich meine eigentlich immer perfekte Frisur ruiniert habe, lest ihr hier demnächst.

Kategorie Diary | Schlagwort , , , , | 3 Kommentare

3 Responses to Spaziergang mit Habca

  1. Oh, du trägst ja wieder dein gelbes Schleifchen.
    Und mich den Hoshi könntest du stundenlang anspielen und ich würde immer mitmachen 🙂

    Wuffwuff
    Merlin und Hoshi

  2. Emil says:

    Oh Dixie, würdest Du bitte, bevor ich Dich besuchen komme, 50km am Rad rennen? Ich darf doch nicht mehr so wild spielen…weil ich dann wieder anfange zu lahmen. Aber wenn mich eine solche Schönheit wie Du immer wieder anspielt, dann bin ich nicht mehr zu halten.
    Wuff
    Emil

  3. Liebe Dixie, da bin ich ja beruhigt, dass Du am Ende auch ein kleines bisschen müde warst!
    Miriam
    P.S.: sag Frauchen danke für den Tipp!

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