Yin & Yang

Merlin und Hoshi bemerken sehr treffend, daß wir nicht nur wegen unserer Sonnenseite geliebt werden.

Was wären unsere guten Seiten ohne die schlechten, was die lustigen Zeiten ohne die traurigen, was wäre Licht ohne Schatten?

Unsere kleinen Macken und Fehler machen uns einmalig, kennzeichnen unsere Individualität. Unsere Unterschiede machen uns einzigartig.

Und das macht jeden von uns erst zu dem, was wir sind:

ein liebenswertes, unersetzbares Individuum.

Die Philosophen unter uns mögen es mir verzeihen, wenn ich Raimond Gaita so frei begreife.

Für seine Schwächen genauso geliebt zu werden wie für seine Stärken ist (in unserem Kulturkreis) leider keine Selbstverständlichkeit, obgleich ich weiss, daß ihr Mitblogger das genausowenig nachvollziehen könnt, wie meine Menschen. Dies jedoch soll uns hier nicht weiter belasten.

Da mir in diesem Moment an mir selbst grad keine Schwächen auffallen (was wohl liegt daran, daß von mir erwartet wird, daß ich keine selbstreflexiven Gedankengänge führen könne), überlasse ich nun die Philosophie ihrer selbst und erzähl Euch lieber von meinem Spaziergang gestern.

Am Morgen war wieder Hundeschule, wir haben mit hoher Käsedichte ‚guckstu‘ beim Fussgehen geshaped. Und freche Landseer raisoniert. War aber insgesamt ein sehr entspannter Vormittag, jedoch mit ordentlichem Schmuddelwetter.

Nachmittags sind wir dann zwischen den Wolken raus. Um uns rum wars schwarz, und hier schien die Sonne. Die Landwirtschaft ist grad fleißig am düngen und das Wild wechselt.

Sehr viele Gerüche gabs also.

Die meiste Zeit hab ich dann Spuren gesichert.

Und natürlich meine sause-Runden gemacht. Und die Landschaft genossen.

Nach einer Weile hat aber das Wetter doch dezent den Heimweg empfohlen. Da kam ordentlich Wind auf.

Also haben wir Schritt aufgenommen und sind fast ohne weitere Umwege mal grob in die heimische Himmelsrichtung spaziert. Da stand dann am Ortsrand ein Mensch, der gegrinst hat. Wir haben mal zurückgegrinst, als er sagte:

Ich wart dann mal, bis ihr vorbei seid.

Und aus dem Auto bellts. Herrchen sagte darauf, warum warten, meine tut nix. Meistens. Und kratzt sich am Kopf. Sagt der Mann: Meiner auch nicht. Selten nur. Ich lass ihn mal raus.

Steigt also der Filou aus dem Auto, und hört sofort auf zu bellen. Kurz schnuppern… ich glaub den mag ich.

Filou, Weißer Schäferhund, 7 Jahre, und verspielt wie ich mir es wünsche. Wo gehst du denn hin? Hier bin ich!

Hallo! ich bin ganz klein und tu dir nix. Ich will ja nur spielen!

Ein paar Sauserunden tun dir auch gut 🙂

Na geht doch.

Juhuuuuu!

Ich bin so schnell wie ein tasmanischer Teufel!

mich kriegst du nicht.

Ich hab den Filou dann noch in mein Lieblingsschlammloch gelockt 🙂 Weißer Schäferhund wollt ich nicht sein. Sein Herrchen hat schon ziemlich die Stirn gerunzelt 🙂

Ein sehr angenehmer Kerl war das.

WuffWedel,

Eure Dixie

Kategorie Diary, Filoso-fisch | Schlagwort , , , | 2 Kommentare

2 Responses to Yin & Yang

  1. Oh, Frauchen ist ganz hin und weg von dem runden Bild. Ach ja, sie sagt manchmal zu mir: „Mein Hund, ich schaue bis auf dein Gund deiner schwarzen Seele.“ Wieso fällt mir das jetzt ein? Egal.

    Ich würde da noch gut dazwischen passen. Weil das Leben niemals alleine nur schwarz oder weiß ist. Das meiste ist grau. Ohne Grau gibts keine Schwarz/Weiß-Fotos. Sagt Frauchen immer. Man kann auch sagen, ich werde im Graubereich erzogen. Hihihi!

    Genuch!
    Banjo

  2. Weisse Schäferhunde sind echte Schmutzfinken 🙂
    http://briard-blog.de/blog/post/1/206

    Wuffwuff
    Merlin und Hoshi

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