Von Löwen und anderen wilden Zeitgenossen

Nach einer langen Fahrt sind wir am Sonntag in einer großen Stadt angekommen. Frau Chen ist vorgegangen, und wir haben gleich darauf Banjoko Silberlöwe getroffen.

Natürlich schien er erstmal besorgt und hat laut gebrüllt: „Achtung! Ich bin ein Löwe und du schwarzes Ungetüm, komm ja nicht meinem Frauchen zu nahe, denn ich beschütze sie!

Hey, ich bin die Dixie!

Oh, hab dich gar nicht erkannt. Ich finde es schade, daß es keinen Geruchsblog gibt.


Wir sind bald gut miteinander ausgekommen und der Löwe hat mir seine nächste Wiese gezeigt.

Schau, Dixie, hier geh ich gerne hin. Das ist nicht weit von Zuhause und es ist schön schattig.

Ja, hier ist es sehr hübsch.

Er hat mich schliesslich dann zu sich eingeladen. „Komm ein wenig zu uns rein, ich würde gerne ein Nickerchen machen und dann können die Nacktnasen ein wenig erzählen. Die brauchen das, glaub ich.“

Ja gerne, ich bin von der Fahrt auch müde. Die Nacktnasen haben dann Kaffee getrunken und gequasselt. Banjo wollte seine Ruhe und ich hab sie ihm auch gerne gelassen. Ein wenig später sagt der Löwe zu mir: „Mäuschen, ich hab da ein Anliegen. Könnt ihr nicht ein bisschen spazieren gehen? Ich würd gern noch etwas ausruhen und hab dann gleich ein wichtiges Meeting. Es gibt da noch einen alten Vertrag, für den ich noch die Details aushandeln muß.

Nagut, ein wenig Bewegung würde mir schon gut tun. „Bleibt aber nicht zu lange weg, und erzähl mir, was ihr erlebt habt.

Also sind wir losgetigert damit Banjos Frauchen uns die Gegend zeigen kann. Ganz nahegelegen ist ein schönes Fleckchen Natur, welches wir erkundet haben. Da gibt es einen unheimlichen Schlangenwald, der sehr beeindruckend war.

Im Wald ist auch ein Bach und daneben eine tolle Wiese. Gelegentlich sind hier auch andere Hunde und ihre Menschen. Da hab ich so nen kleinen, quirligen getroffen, der mich gleich angespielt hat. Ich bin gerne auf ihn eingegangen und wir sind ein bisschen rumgesaust und haben zusammen gebadet.

Ganz schön schnell war er – aber ich bin schneller 🙂

Und wir haben gespielt und gerauft und gebellt und geknurrt, so daß dem Mädchen, welches mit dem kleinen Schlappohr da war, schon mulmig wurde.

Aber das muss so sein, Spielen muß Spaß machen und sieht für Menschen halt gefährlicher aus, als es ist.

Danach sind wir weiter durch den Wald spaziert, haben die schönen Ecken bewundert und sind in einer Runde zurück zum Bach.

Dort war ein netter Kangalrüde. So einen kenne ich noch nicht, also hab ich mich neugierig für ihn interessiert.

Er ist noch verhältnismäßig klein, und sehr verspielt. Ich wäre nicht Dixie, wenn ich nicht mitspielen würde…

Aber irgendwann ist er mir dann doch unheimlich geworden und ich hab ihm genau erklärt, wie weit wir gehen.

Und dann sind wir auch weitergezogen. Er wollte noch ein kleines Stück mit, aber er durfte dann doch nicht mitkommen.

Wir sind noch ein Eis essen gegangen, ich hab wieder einmal den Keks abgestaubt – aber der war Pfuibäh. Herr Chen hat dazu nur „Aha.“ gesagt und gegrinst.

Banjos Meeting war nun sicher schon vorbei und wir sind schnell zurück zu ihm gegangen, um ihm noch ein wenig Gesellschaft leisten zu können. An der Tür hat Banjo und begrüßt: „Achtung! Ich bin ein Löwe! Passt auf, daß ihr euch ja benehmt, denn hier passe ich auf!“ und hat uns reingebeten.

Wie die Geschichte weitergeht, lest ihr gleich…

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